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Die Theorie

Die tatsächliche Wirkungsweise von BOWTECH® ist bislang nicht eindeutig geklärt. Ein Erklärungsansatz vermutet, dass BOWTECH® den Körper veranlasst, sich über sein Zellgedächtnis zu reorganisieren, um seinen natürlichen, gesunden Grundzustand wieder herzustellen.
Diese Theorie geht davon aus, dass durch BOWTECH® die Propriozeptoren und Nozizeptoren des Körpers stimuliert werden. Diese Fasern des peripheren Nervensystems haben die Aufgabe, den Körper zu schützen und ihn anzuregen und somit seine eigenen Kräfte zu aktivieren.
Propriozeptoren sind Rezeptoren, welche die Positionen und Bewegungen des Körpers an das Gehirn melden. Sie befinden sich, ebenso wie die Nozizeptoren, im Bindegewebe, in Muskeln, Sehnen, Bändern und Faszien, einer bindegewebsartigen Hülle, die Knochen, Muskeln und Organe einerseits verbindet, unterstützt und einhüllt, andererseits auch voneinander trennt. Faszien bilden Spalträume, die mit Flüssigkeit gefüllt sind, damit die eingehüllten Organe, Muskeln usw. gegeneinander gleitend verschiebbar sind. Von besonderer Bedeutung für die Wirkung von BOWTECH® sind die Nozizeptoren. Sie melden Reize, die den Körper schädigen könnten. Wenn der Körper einen Unfall erleidet, senden Nozizeptoren einen Reflex mit 70 - 120 Metern pro Sekunde über aufsteigende Fasern zum Thalamus, einem Schaltzentrum im Gehirn. Ist der Reiz stark, wird er vom Thalamus an das Großhirn weitergeleitet und der Körper empfindet an dieser Stelle z.B. Schmerz. Dieser Prozess läuft über absteigende Fasern zurück zur verletzten Stelle am Körper und lässt die umliegenden Muskeln verkrampfen. Durch diese Muskelverkrampfung / Schwellung wird die verletzte Stelle geschützt und der Regenerationsprozess beginnt. Besteht diese Schmerzsituation über einen längeren Zeitraum, verkleben zusätzlich die umliegenden Faszien – ein weitere Schutzfunktion. Dadurch entsteht ein Bewegungsverlust in den umliegenden Geweben und die Durchblutung wird gestört. Diese Restriktion kann auch dann noch bestehen, wenn der Ursprungsdefekt nicht mehr vorhanden ist, weil Faszien über ihr Erinnerungsvermögen die alte Verletzungsposition beibehalten.
Mit jedem BOWTECH®-Griff werden die Faszien mit geringer Kraft irritiert. Wird nun diesem Reiz genügend Zeit gelassen, diese Information auf dem bereits beschriebenen Weg an den Thalamus weiter zu leiten und dort zu verarbeiten, erfolgt die Rückmeldung "kein Schmerz". Der Körper reagiert mit Entspannung, das Bindegewebe wird weicher und die Faszienverklebungen lösen sich. Dadurch erlangen die muskulo-skeletalen Strukturen wieder eine bessere Beweglichkeit. Die Durchblutung wird verbessert, die Nerven regenerieren sich, die Lymphe kann wieder ungehindert fließen. Auf Grund dieser reflektorischen Entspannung nähern sich sämtliche Körperfunktionen wieder ihrem Optimalzustand.
Die Wirkungsweise von BOWTECH® kann daher als universell bezeichnet werden. BOWTECH® ist für jedes Alter und jeden Konstitutionstyp gleichermaßen geeignet und spricht sowohl muskulo-skeletale und internistische wie auch psychologische Probleme erfolgreich an. Der Anwendungserfolg gilt gleichermaßen für akute wie für chronische Probleme und dient grundsätzlich auch vorbeugend dem Erhalt der Gesundheit und der Stärkung der Grundkonstitution.
Neben dem Erklärungsansatz, dass die Behandlung mit BOWTECH® die Propriorezeptoren und das Gehirn stimuliert und den Körper veranlasst, sich zu reorganisieren, um seinen natürlichen, gesunden Grundzustand wiederzufinden, beruht eine weitere plausible Theorie auf dem Resonanzmodell.
Vergleichbar mit einem Saiteninstrument löst das Drücken einer Saite an unterschiedlichen Punkten unterschiedliche Resonanzen- und Schwingungsmuster aus.Dr. Jo-Anne Whitaker aus den USA vermutet, dass die Behandlung mit BOWTECH® harmonische Schwingungen erzeugt, die das autonome Nervensystem ausbalancieren. Spezifische Schwingungen beeinflussen demnach spezifische Körperbereiche und -funktionen. So sollte es möglich sein, spezifische Schwingungsmuster durch BOWEN-Anwendungen zu initiieren, die mit den entsprechenden Körperregionen und -funktionen korrespondieren und sich dadurch harmonisch einpendeln.
Gemeinsam ist allen Modellen ihr systematischer und ganzheitlicher Ansatz. ''Weniger ist Mehr'' ist daher stets das Motto der BOWTECH-Anwendung – denn schon minimale Interventionen oder Impulse können erhebliche Veränderungen im ganzen System Körper und Mensch bewirken, wenn sie exakt und präzise gesetzt werden. Als Impuls oder Appell an die Selbstregulierungsfähigkeit des menschlichen Körpers ist der durch die BOWTECH initiierte Prozess auch nicht auf körperliche Symptome beschränkt, obwohl er dort ansetzt, sondern erstreckt sich auch auf emotionale, kognitive und spirituelle Aspekte. Gesundheit, Integration und Harmonie sind als wesentliche Begriffe und Ziel von BOWTECH auch in diesem ganzheitlichen Sinn zu verstehen.

Eine alternative Erklärung

Ein Bowengriff aktiviert u.a. die folgenden Mechanismen zur Aktivierung der Selbstregulation des Körpers:
Ausbalancieren des autonomen Nervensystems – Möglicherweise hat die Bowen Technik hier, wo die Selbstregulationsmechanismen des Körpers gesteuert werden, den tiefsten und wichtigsten Einfluss. Das autonome Nervensystem (ANS) kontrolliert über 80% der Körperfunktionen und ist sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Die meisten Menschen leben heute in einem fortwährenden Stresszustand und der Sympathikus als Teil des ANS wird ständig überreizt. Selbstregulation findet statt, wenn das ANS von einer Sympathikus Überbelastung auf vermehrt parasympathische Anteile umgeschaltet wird. Die Bowen Technik scheint dieses Umschalten zu fördern, da während einer Anwendung viele Klienten einschlafen oder zumindest in einen tiefen Entspannungszustand fallen. Das zeigt einen Wechsel zur Dominanz des Parasympathikus mit einer Stressminderung auf einer tiefen Ebene an. Dies könnte auch erklären, warum häufig nur wenige Anwendungen benötigt werden, um den Körper und den Selbstregulationsprozess wieder in Gang zu setzen.
Dehnungsreflex – Die meisten Griffe werden querverlaufend entweder am Ursprung eines Muskels, am Ursprung eines Muskels oder über den Muskelbauch durchgeführt. Über die dort sitzenden Golgi-Sehnenorgane erhält das Nervensystem Information über den Spannungszustand des Muskel- und Sehnengewebes. Diese Rezeptoren werden stimuliert während der Durchführung der Bowen Griffe.
Weiterhin werden Trigger-Punkte, Akkupunkturpunkte und Meridiane durch die Bowen Griffe angesprochen. Auch hier ist die Wirkweise der Bowen Griffe mitbegründet.